Reiseziel Ägypten


Ägypten - Essen und Trinken
Eine ägyptische Küche in traditionellem Sinn gibt es nicht. Die meisten gängigen Gerichte kommen ursprünglich aus der arabischen (Libanesischen und Syrischen) Küche. Daher kommen auch die Rezepte für Baba Ghanouj oder Salata Tahina. Eine regionale Besonderheit ist der Tameya, die ägyptische Variante der Falafel.
Die ägyptischen Küche wird durch die mediterrane Küche inspiriert. Bechamelsoße, Moussaka und gefüllte Weinblätter findet man oft auf dem ägyptischen Speiseplan.
In der ägyptischen Küche werden die Speisen meist scharf gewürzt. Die Nachspeisen sind fast immer ziemlich süß. Das Abendessen ist ausgesprochen ergiebig. Man sitzt lange in einer großen Runde zusammen.
Zum Frühstück wird Tee oder dünner Kaffee getrunken. Als Beilage gibt es süßes Gebäck oder Weißbrot mit Tomaten, Gurken, Schafskäse oder Joghurt. Mittags werden in der Regel nur kleine Mahlzeiten aus frischem Gemüse oder einige Happen Fleisch zusammen mit Fladenbrot (kebap) gegessen.
Das Abendessen besteht oft aus einer Vorspeise (mezze) mit einer Vielzahl an kleineren Häppchen. Diese bestehen aus Salaten oder gefülltem Gemüse. Als Hauptgericht werden verschiedene Fisch- oder Fleischgerichte (Lamm, Hühnchen, Rindfleischserviert - jedoch kein Schweinefleisch im Islam). Es gilt die Regel viel und schnell. Der Nachtisch besteht aus süßem Kuchen oder Pudding oder frischem Obst. Zu trinken gibt es Fruchtsäfte oder einheimisches Bier. Das traditionelle Getränk ist Tee. Tee wird bei jeder Gelegenheit getrunken.
Es ist durchaus noch üblich, mit der Hand zu Essen (die linke Hand darf die Speisen nicht berühren). Auswärts wird jedoch immer mit europäischem Besteck gegessen. Bei Familienessen isst man mit Besteck oder mit der Hand.
Um dem Gastgeber glaubhaft zu signalisieren, dass man satt ist, verläßt man den Esstisch und setzt sich in den meist nebenan gelegenen Wohnraum. In den Augen der Europäer ist das sicherlich unhöflich, in Ägypten jedoch ist das völlig normal.
Täglicher Speisezettel
Gemüse aus dem Niltal: Bamya, auch als Okraschoten bekannt, Bohnen (Ful) und Falafel, Tomaten und dazu Fladenbrot und Reis. Fleisch und Geflügel sind teuer und kommen nur an Festtagen auf den Tisch. Als Getränke stehen Säfte, Karkadé (roter Malventee), starker schwarzer Tee mit Pfefferminze und natürlich Wasser zur Verfügung. Im Nildelta werden hervorragende Weine produziert. Zu empfehlen ist das in der einzigen Brauerei des Landes hergestellte süffige Stella Lager Bier.
Essen, Trinken, Gesundheit
Unbesorgt essen kann man in den besseren Restaurants. Vermeiden sollte man Salate, die oft mit unreinem Leitungswasser gewaschen werden. Wer über einen unempfindlichen Magen verfügt, sollte einmal eine Portion Kusheri (Linsen mit Reis und Nudeln, geröstete Zwiebeln in einer scharfen Tomatensauce mit viel Knoblauch) probieren. Fleisch sollte immer gut durchgebraten sein.
An heißen Tagen sollte immer viel getrunken werden und zwar bis zu 3 Liter am Tag. Mineralwasser nur aus Flaschen mit Originalverschluss.
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